Dinge tun, die man gerne tut und dabei gefilmt werden… auf den Spuren von Gerard Depardieu.

Auf Arte läuft gerade eine Sendung, die ich noch nicht kannte: Schlemmen mit Gerard Depardieu. Der Titel ist Programm: Gerard Depardieu isst und trinkt sich durch die Sendung. Man sieht ihm an, dass er sich gewissenhaft und über einen sehr langen Zeitraum auf diese Sendung vorbereitet hat. Wahrscheinlich ist das gar keine geplante Sendung, sondern einmal die Woche kommt halt ein Kamerateam vorbei und hält drauf, wenn Depardieu wo auch immer gerade schlemmt. Der Kameramann schaltet irgendwann die Kamera an, lässt sie 45 Minuten laufen und danach heißt es: „Ok, alles im Kasten. Wir sehen uns nächste Woche wieder“. Depardieu schaut verdutzt von seinem Teller auf, winkt kurz zum Abschied und nimmt einen kräftigen Schluck Rotwein. Dann gehts weiter mit schlemmen.

Das ist doch toll, wenn man so sein Geld verdienen kann (so Depardieu überhaupt etwas bekommt. Wer weiß: vielleicht bekommt er nicht mal Geld für die Sendung. Wobei… wenn ihm Arte die Verpflegung zahlt, ist das schon teuer genug). Ich bin da schon ein bisschen neidisch. Andererseits… so ganz recht wäre es mir nicht, wenn da plötzlich ein Kamerateam auftaucht und mich filmt, während ich Dinge tue, die ich gerne tue. Gerard Depardieu ist ja Schauspieler, den stört die Kamera nicht, aber ich bin da nicht so erprobt. Ich wäre wahrscheinlich ein bisschen nervös und ob ich die Dinge, die ich gerne tue in dem Moment dann noch gerne tun würde… ich weiß es nicht. Aber es wäre natürlich einen Versuch wert. Und es käme auch darauf an, was der Sender dafür zahlt. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich bei Arte anfragen soll. Ich glaube nicht, dass die Dinge, die ich gerne tue in gefilmter Form in deren Programmschema passen würde. Eher nicht, würde ich mal sagen. Es dürfte grundsätzlich schwierig werden, das irgendwo unterzubringen. Verdammte Jugendschutzgesetze. Bleibt noch Pay TV. Oder noch besser: ein Kanal im Internet. Vielleicht nicht gerade bei Youtube (Stichwort: Jugendschutz), aber da sollte sich doch was finden lassen. Bei näherer Betrachtung ist Internet als Kanal die optimalste Lösung. Wer schaut schon im Fernsehen eine Sendung an, die jedesmal nur zwei, drei Minuten geht? Niemand bis gar keiner!

Falls das mit der eigenen Webshow nicht klappt, könnte ich alternativ eine Sendung anbieten, bei der ich Katzen von Plätzen verscheuche, wo sie nichts zu suchen haben. Wir können das so machen wie bei Depardieu: ein Kamerateam kommt einfach einmal die Woche vorbei und filmt 45 Minuten. Ich lass mich nicht stören und verscheuche weiter die Katzen von den Plätzen, wo sie nichts zu suchen haben. Nach einer Dreiviertel Stunde macht sich das Kamerateam wieder vom Acker (vorher verscheuche ich noch die Katzen vom Koffer mit dem Filmequipment) und kommt die Woche drauf für den Dreh der nächsten Folge. Am Tag darauf schaue ich die Sendung dann auf Arte, bzw. ich würde gerne, aber so richtig klappt das nicht, denn vor dem Fernseher liegt immer eine der Katzen. Ich verscheuche sie zwar ständig, aber sie kommt immer wieder zurück.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Dinge tun, die man gerne tut und dabei gefilmt werden… auf den Spuren von Gerard Depardieu.

  1. Tattel sagt:

    Hi,

    ich würde deine Katzensendung sicherlich bis zum Schluss anschauen. Oder länger. Viel länger. Sogar bis zum nächsten Morgen, wenn ich wieder aufwache.

    Genauso wie diese Sendung von Monsieur Depardieu. Gäähn !

  2. A. Pepunkt sagt:

    Dann doch lieber die Webshow?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.