Massagematte vs. Katze

Katzen mag ich. Katzen sind selbstständig und liegen ab einem gewissen Alter nur noch rum. Man kann sie schnappen und mitnehmen und wenn sie das cool finden schnurren sie. Wenn sie es nicht so cool finden fauchen und kratzen sie. Je nach Alter aber auch nicht mal mehr das. Dann kann man sie schnappen und mitnehmen und es gibt kein Gezicke – eventuell sollte man dann aber mal nach Herztönen suchen…

Es gab hier auch mal eine Katze. Das war klasse. Ich fand es immer sehr entspannend, wenn man so ein bisschen aufgewühlt von den Mühen des Lebens rumlag und plötzlich war da eine flauschige Katze, lehnte sich an und schnurrte. Das sonore Gebrumme zusammen mit dem vor sich hinvibrierenden Katzenkörper…  hach. Wellness vom Feinsten.

Nun hält so eine Katze ja schon bedeutend länger als eine handelsübliche Massagematte vom Discounter (kann man auch nicht vergleichen: so eine Matte braucht zwar Strom, dafür frisst sie kein ekelhaftes Zeug, fängt keine Mäuse, deren Innereien an den unpassendsten Stellen ausgekotzt werden und man wischt zwecks Hygiene mal schnell feucht drüber anstatt sie zu bürsten. Im Idealfall bockt sie dabei auch nicht und man bleibt weitestgehend unverletzt und ohne Kratzer. Bei einer Katze ist das eher die Regel, denn die Ausnahme. Eine Katze reagiert auch völlig anders, wenn man sie ans häusliche Stromnetz anschließt: während die Massagematte ab diesem Punkt zaghaft ihre verborgenen Fähigkeiten in der Wunderwelt der Massagefunktion preisgibt, geht es bei einer Katze ab wie bei Schmidts… naja Katze halt: Sie  das Fell dampft, glüht und sprüht sogar Funken, während das Tier in exktatischem Gezucke irgendwelche obskure Katzenrituale durchführt. Hindernisse werden dabei nicht mehr wahrgenommen, sondern in vollem Lauf gerammt. Auf die Brennbarkeit von Hindernissen wird von Seiten der Katze trotz brennendem Fell Rücksicht genommen. Dezent geht anders.

Es bleibt die Erkenntnis: der Vergleich Massagematte vs. Katze hinkt – ähnlich wie Katzen, die man mal ans Stromnetz angeschlossen hat. Und das Wissen darum, dass man niemals nie auslernt. Das ist doch wunderbar.

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