Autor: A. Pepunkt

Es grünt so grün …trotz Schnee

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Jedes verdammte Frühjahr nehme ich mir vor, den Wildwuchs hier auf dem Balkon endlich mal einzudämmen, mit einem Dampfstrahler durchzugehen und dem ganz hartnäckigen Zeug die chemische Keule überzuziehen. Im April, spätestens Mai kommt dann eine halbherzige Aktion, bei der die größten Wucherungen herausgerissen, ein paar doof aussehende Pflanzen entfernt und Moos an den übelsten Stellen entfernt werden. Im September wird diese Pseudoaktion nochmal wiederholt. Dann kommt der Winter und mit etwas Glück schneit es. So wie heute. Das ganze Florazeugs liegt unter einer Schneedecke und stirbt elendig an fehlendem Sauerstoff, nicht vorhandenem Licht (Photosynthese. Sie erinnern sich. Macht man von Klasse 7 bis Klasse 12 gefühlte hunderttausendmal) und lebenszerstörender Kälte. Sieht aktuell soweit auch ganz gut aus, aber wenn man sich den ersten Satz nochmal durchliest, gibt es da einen Fehler im System. Das Mistzeug überlebt das nämlich alles! Sobald der Schnee weg ist kommt erst ein blasses, dann ein immer satteres Grün durch, das Grünzeug sprießt, das Moos wird moosiger denn je (warum hat das nicht ein o weniger und dafür ein s mehr! Moss auf meinem Balkon! Hurra! Schnee war ja genug da; daran kanns nicht liegen, dass sie nicht auftaucht…). Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, ob ein Kärcher dem ganzen Einhalt gebieten könnte…

Fettnäpfchen

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Fettnäpfchen, wohin man schaut. Im Getränkemarkt die Dame an der Kasse gefragt, welcher Mensch sich die Mühe macht, die ganzen Fanta Zero-Flaschen ins Regal zu stellen, aber dafür keine einzige volle Kiste darunter platziert. Tja, das war sie selbst. Das sind die Momente, die leicht peinlich sind, die aber weitaus katastrophaler hätten enden können, wenn man den Gedanken über die Person, die so bescheuert ist näher ausgeführt und präzisiert hätte. Leicht angepisst war sie trotzdem. Ich auch, schließlich musste ich eine Cola Zero-Kiste leeren (wobei ich darauf geachtet habe, die Flaschen auch schön auf die Kisten mit anderen Sorten zu verteilen. Warum alleine leiden?) und die Flaschen vom Regal mühsam wieder in die Kiste packen. Somit waren wir also beide stimmungsmäßig unter Niveau, wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass mein Tag beschissener war. Beim nächsten Mal biete ich ihr an für einen Tag zu tauschen. Im Zweifelsfall schlafe ich auch mit ihrem Freund, aber sie muss mal einen meiner Tage erlebt haben um zu wissen, was leiden bedeutet. Und andere würden sich auch darüber freuen, schließlich ständen dann endlich mal Fanta Zero-Kisten rum und nicht nur einzelne Flaschen im Regal.

Webkram

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Letztes Jahr kam ich zusammen mit den Kollegen in den Genuss einer Weiterbildung in Sachen Online. Weiterbilden ist ja nie schlecht, man lernt sein Leben lang und manchmal sogar Sinnvolles. Im Nachhinein betrachtet fand ich es für mich persönlich einigermaßen erheiternd, wie ein – in Relation gesehen – Frischlinge mir “bloggen”, “Blogs” usw. erklärt haben, aber nun denn. Damals, in der guten alten Zeit, als Blogs noch Weblogs hießen und “der Blog” noch weit weniger ging als heute, war es ja tatsächlich noch ein Randthema.
Was diese ganze Aktion auch gezeigt hat: Nichts ist so kurzlebig wie das Web. Einer der Vortragenden startete seine Präsentation mit einem Twitter-Hashtag und einem wissenden Grinsen; wissend ob der Tatsache, dass die wenigsten etwas damit anzufangen wussten. Die Quintessenz des Ganzen war, dass Twitter superdubermegageil und keinesfalls aus den Augen zu verlieren sei. Twitter ist Hype, Twitter ist aber sowas von der Bringer und überhaupt gibt es eine Welt vor und eine Welt nach Twitter. Thesen, die ich so schon damals nicht unterschrieben hätte, aber es ist interessant zu sehen, dass der Vortragende seinen letzten Eintrag im August letzten Jahres hatte. Twitter ist zwar immer noch da, einigermaßen hipp und viel genutzt, aber für ihn anscheinend weit weg von jeglicher Relevanz. Nun würde mich mal interessieren, worüber er heutzutage so referriert. Facebook? StreetView? Flattr? Das “neue” mySpace wird es sicher nicht sein, das dürfte bald – zu recht – im Nirvana verschwinden.
Eins hat das Ganze wieder einmal gezeigt: diejenigen, die am lautesten Hypes ausrufen, um dann hechelnd einer wie auch immer gearteten Monetarisierung (was für ein beschissenes Wort) hinterherzuhecheln, sind jene, die am schnellsten wieder weg und auf der Suche nach dem nächsten vielleicht vermarktungsfähigen Trend sind. Hat was von Lotto spielen: vielleicht ist ja irgendwann die Cashcow dabei, wo man andocken kann. Twitter wars bei diesem Herrn dann aber wohl nicht.

Winterreifen reloaded

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Winterreifen. The neverending story. Die Dinger sind nun also drauf, drei davon sind diebstahlhemmend, ein Rad nicht. Welches was ist… keine Ahnung. Sie sehen alle gleich aus. Überhaupt: das Aussehen. Die ganzen Golfjünglinge schauen neidisch, dabei ist und war das nie gewollt. Früher hatte ich immer so schwarze Gußeisenfelgen, die nicht schön, aber funktionell waren und Radkappen sind was für Weicheier. Somit war der Winter immer Allrad– und Winterreifenprofilbedingt nicht schön, aber einigermaßen sicher (aus fahrtechnischer Sicht. Grundsätzlich habe ich ja nichts gegen Winter). Nun strahlten diese Meisterwerke der Aluminiumkunst mit einer Innbrunst, die man von Felgen so gar nicht kennt. Sie taten das exakt einen Tag, dann war ich auf der Autobahn, auf Landstraßen und überhaupt mal mehr als zwei Kilometer unterwegs und siehe da: der Glanz ist unterwegs verloren gegangen. Wahrscheinlich schon auf der A6, aber sicher bin ich mir da nicht. Auch die schwäbischen Straßen taten ihr übriges. Da sieht man mal, wie genau die Leutchen ihre Kehrwoche nehmen… die Straßen sind keineswegs blitzblank!

Nun habe ich also sündhaft teure Winterreifen mit sündhaft teuren Alufelgen, denen man aber gar nicht ansieht, dass es Alu ist. Ein kleiner Trost: es gibt Menschen, die lackieren sich die Teile für teuer Geld schwarz. Brauche ich nicht, meine sind handgefärbt. Bzw. straßengefärbt. Sieht auch nicht wirklich scheiße aus, aber wenn es günstigere Gußeisenfelgen im Rohzustand gegeben hätte, wären mir die auch nicht unrecht gewesen.

Und nächste Woche kommt der erste Schnee. Wehe der Grip versagt! Dann kriegen die chinesischen Kinder, die diese Felgen mit kleinen Hämmerchen fabriziert haben, aber ein paar auf die Finger! Und deren Brüder und Schwestern an der Reifengalvanisierungsanlage gleich noch mit dazu!

Beim Frisör

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Um kurz nach Sechs durch strömenden Regen und am Limit des noch Erlaubten zum Einkaufsparadies zu rauschen, in der Hoffnung, dass man doch noch kurz vor halb Sieben dort ankommt und eventuell eine Frisöserin zu erwischen, die einen von der lästigen Matte befreit, um dann festzustellen, dass sie dort neue Öffnungszeiten, bis 20 Uhr nämlich, haben, ist toll. Wenn dann nur ein Knirps von geschätzten zehn Jahren vor einem ist…noch besser. Dann gehts schnell. Sollte man meinen. Die Jugend von heute ist aber verwöhnt und lässt sich nicht mit einem schnellen Schnipp-Schnapp hier und da und fertig abspeisen. Nein, der kleine Gigolo stellte Ansprüche an die Länge vorne, den Schneidewinkel an den Seiten und wehe eine Strähne saß nicht so, wie der kleine Rotzer es wollte… das sind die Folgen von Tokyo Hotel und unsereins muss nun darunter leiden!

Der Vater des Möchtegern-Kaulitz hat es übrigens schlau gemacht: stand rauchend vor der Tür, linste gelegentlich mal durchs Fenster, was die Brut so macht und kam erst, als sich eine Ende der Prozedur so langsam erahnen ließ.

Dafür gehts bei mir schnell, dachte ich, aber der Frisöserin war langweilig, weil um diese Uhrzeit dann anscheinend doch nicht soviel los ist. Also ließ sie sich Zeit. Es erinnerte an das Mähen eines Rasens mit einer Nagelschere. Halm für Halm, bzw. Haar für Haar wurde sachte durchtrennt und langsam zu Boden getragen. Kam mir zumindest so vor. Nun denn, kein Problem. Ich hatte nichts vor, die Frisöserin war eine von der ruhigen Sorte und laberte mir kein Ohr ab (im Gegensatz zu der Kollegin im Laden, aber die palaverte jemand anderen ins Grab, also war es mir egal), also alles im grünen Bereich …bis der nächste Vater mit seiner Brut kam. Warum der die ganze Zeit auf mich einredete weiß ich nicht, aber er tat es. Suchte wohl einen Verbündeten für seinen Klagegesang gegen die Frauen dieser Welt und tatsächlich wäre er in manch anderer Situation damit bei mir an der durchaus richtigen Stelle, aber doch nicht abends um kurz vor Sieben, beim Frisör, mit zwei Frisösenrinnen, die scharfe Scheren in der Hand haben und gefrustet sind, weil sie Spätschicht haben?

Naja, habs ja überlebt und es sind wieder neun Millimeter untenrum (und damit meine ich die Haare! Auf dem Kopf!), oben mit der Schere, Koteletten gekürzt und Finger weg von den Augenbrauen. 13,80 – 15, stimmt so. Danke.

SOKO St. Leon

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Es gibt Neuigkeiten zu den Winterreifen: sie sind drauf und die diebstahlhemmenden Schrauben (es sind Schrauben, keine Muttern) waren tatsächlich nur an zwei der vier Räder. Weil bei dem Schlüssel, den ich kaufen musste aber eine Schraube mit dabei war, habe ich nun also drei aber sowas von diebstahlhemmende Schrauben und eine normale. Reifendiebe kriegen also maximal einen Reifen …und zerkratzen dann womöglich in ihrer Verärgerung/im Crack-Rausch/aus Langeweile und weil sie eh schon da sind den kompletten Wagen. Tja, das sind die Risiken eines diebstahlhemmenden Lebens.

Apropos Diebstahl: selbige mehren sich aktuell in dem beschaulichen Ort hier. Vor zwei Wochen war ein Einbruch eine Straße weiter, nun hat es ein Haus nicht allzu weit entfernt erwischt (wobei nicht allzu weit entfernt hier so ziemlich alles ist). Ich finde ja, das rechtfertigt allemal die Gründung einer SOKO, welche personalbedingt defakto die komplette örtliche Polizeistation beinhalten dürfte. Vielleicht sollte man RTL informieren, dass hier Großes ansteht und sie das doch bitteschön dokumentieren sollen. Vielleicht könnte man auch eine Polizistin zu einer Brust-OP während der Ermittlungen überreden, dann kommen die garantiert.

Diebstahlhemmende Mütter

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Manchmal ist es gar nicht so toll, etwas zu bekommen, was man gar nicht bestellt hatte – selbst, wenn es wie in diesem Fall ein eigentlich kostenpflichtiges Extra ist:

Es gibt für Wagenräder eine mehr oder weniger sinnvolle Sache namens “diebstahlhemmende Muttern” oder so ähnlich. Wenn an so etwas hat, ist einer der Radmuttern von besonderer Form und nur durch einen speziellen Schlüssel zu öffnen. Diesen setzt man auf die diebstahlgehemmte Mutter und kann dann selbige mit normalem Werkzeug lösen. Grundsätzlich eine tolle Sache, aber ich habe diese Option bei mir nicht gewählt und lebte somit bis letzte Woche mit der Annahme, dass meine Räder ja super und rund sind, bis zum Boden reichen, wie sich das gehört, aber leider Gottes eben nicht diebstahlhemmend am Wagen angebracht sind. Ich habe trotzdem gut geschlafen. Letzte Woche sollten nun die Winterräder zum Einsatz kommen und da an einem handelsüblichen Wagen nunmal nur Platz für vier Räder ist, bot es sich an, vorher die Sommerpneus zu entfernen, um den Winterpendants genügend Freiraum zu schaffen. Ich bin nicht so der Techniker, aber ich würde sagen (und man hat mir das bestätigt), dass zum Entfernen der Sommerreifen ein Lösen der befestigenden Muttern von Vorteil ist. Hätten die Jungs von der Werkstatt ja auch gerne gemacht, aber siehe da: die Reifen sind doch diebstahlhemmend angebracht. Hah, da haben die Leutchen bei Audi gepennt und was mitgeliefert, was gar nicht bestellt war und das auch noch kostenlos. Dieser helle Aufschrei der Freude fand allerdings ein jähes Ende bei der Erkenntnis, dass die diebstahlhemmende Mutter zwar verbaut, der passende Schlüssel aber leider nicht vorhanden ist. Tja. So blöd sind die bei Audi dann anscheinend doch nicht, im Gegenteil, die sind sogar ganz schön schlau. Jetzt brauche ich nämlich so einen dämlichen Schlüssel und der kostet sage und schreibe 26 Euro. Mit viel Meckern und Trarara bekäme man den nach langem Hin und Her vielleicht auch umsonst, aber ehrlich: dafür ist mir die Zeit zu schade (und ja, ich weiß: darauf spekulieren diese Typen von den diebstahlhemmenden Mutter-Schlüsseln nur).

Wenn alles glatt läuft und das Paket nicht aus dem Jemen kommt, sollte dieser Schlüssel morgen da sein. Am Dienstag ist der neue Reifenwechseltermin und dann möge es bitte schneien, schneien, schneien, damit sich diese Aktion auch gelohnt hat.

Denkt auch mal jemand an die Hermeline?

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Heute Nacht, so sagen es die iPhone-Apps wie auch wetter.com und Konsorten, kratzen wir an der 0-Grad-Grenze. Das ist zum einen schweinekalt, zum anderen auch bedenklich – vor allem hinsichtlich der Tatsache, dass ich noch keine Winterreifen habe. Die sind allerdings bestellt und so teuer, dass ich mir dieses Jahr keinen neuen Pelzmantel aus handgemeuchelten, handgehäuteten, handgegerbten und von anderen Hermelinen in Handarbeit erstellten Hermelinpelzmantel werde kaufen können. Schande. Ich hoffe, der Rudel vorbestellter Hermeline wurde noch nicht handgemeuchelt. Wäre ja auch blöd, wenn da diese ganzen Hermelinleichen umsonst rumlägen, nur weil ich aufgrund der Winterreifen dieses Jahr keinen neuen Pelzmantel kaufen kann. Falls doch: sorry Hermeline…

Umckaloabo

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Jeder hat so ziemlich sicher ein- bis zweimal im Jahr mehr oder weniger Husten. Meistens in den nasskalten Jahreszeiten wie Herbst und Winter. Manchmal ist dieser Husten etwas hartnäckiger und als bekämen die Leute eine Prämie, kommt dann jedes Mal erneut der immergleiche Tipp: Umckaloabo.

Gebraut aus Pelargonium-sidoides-Wurzeln liegt es geschmacklick zwischen Jägermeister und Fensterreiniger, wobei es farblich zu ersterem tendiert. Man müsste es mal mit Red Bull gemischt probieren; das wäre vielleicht ein Renner bei den nicht-alkoholischen Getränken (wobei es Ethanolhaltig und somit keineswegs alkoholfrei ist!).

Wie gesagt: jedes Jahr kommt aufs Neue der immergleiche Ratschlag doch mit Umckaloabo die Restviren ins Nirvana und mich in das Paradies des hustenfreien Lebens zu schicken. Jedes zweite Jahr lasse ich mich darauf ein und was soll ich sagen: …ich habe nicht die leiseste Ahnung, ob dieses Zeug hilft oder nicht. Es ist kein Medikamentenvorschlaghammer, die Wirkung entfaltet sich also nich adhoc. Darauf verweisen auch die Hohenpriester des Umckaloabo-Konsums. Es wirkt also langsam. Aber genau das ist das Problem: vielleicht wäre der Husten in der Zeit auch so weggegangen. Wer weiß das schon. Vielleicht ist es ein reiner Placebo-Effekt, vielleicht gar keiner, das einzig Gute an dem Ganzen: es hat auch so gut wie keine Nebenwirkungen. Theoretisch könnte ich mir, um farblich beim Thema zu bleiben, auch morgens, mittags und abends auch einen Löffel Maggi einpfeiffen. Der Husten ginge vielleicht auch weg und letztlich wäre es sogar günstiger. Umckaloabo kostet nämlich 9,50 Euro in der kleinsten Packungsgröße und das ist nicht wenig für die 18 x 30 Tropfen, die es voraussichtlich vorhält. In sechs Tagen sollte der Husten also gegessen sein (was eine eklige Vorstellung bei der Konsistenz des Auswurfs ist), sonst war das eine weitere Fehlinvestition, die sich aber nur alle zwei Jahre wiederholt. Nächstes Jahr verzichte ich nämlich wieder drauf.

In diesem Sinne: Hust.

Whoooosh

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Ich bin Rechtshänder. Von Geburt an, oder zumindest soweit ich mich erinnern kann. Ich mache alles mit rechts, während meine linke Hand ein Schattendasein führt. Sie rächt sich daran durch eine ungemeine Grobmotorik. Wenn ich versuche etwas mit links zu machen, sieht das aus wie Frauenfußball. Aber obwohl ich Tennis– und Squashschläger in der rechten Hand halte, liegt die Schlagfläche eines Eishockeyschlägers bei mir auf der linken Seite auf. Ich weiß gar nicht, ob das die richtige Eishockeyschlägerhaltung für einen Rechtshänder ist, aber ich mache es nun mal so und es fühlt sich richtig an. Aufgrund der Tatsache, dass ein Golfschläger eine grundsätzlich ähnliche Form hat, würde ich den tendenziell auch links schlagen. Das ist aber ein schwerer Fauxpas. Die Golfwelt heult auf, die Experten kriegen graue Haare und selbst Tiger Woods wird blass. Der Rechtshänder schlägt bitteschön rechts. Es gibt Ausnahmen, aber das sind wenige und meistens auch keine nennenswerte Kaliber in der Golfwelt. Eine der Ausnahmen ist wohl eine große Nummer in der Szene, aber ich weiß spontan nicht mal wie der heißt (hoffentlich kommt diese Frage nie beim Jauch, wenn ich vorne sitze).

Vom Gefühl her und auch aufgrund einer spontanen Umfrage unter den Leuten, die ich im Supermarkt einfach mal darauf angesprochen habe tendiere ich also zu einem Linkshänderschläger. Man muss beim Kauf ja kein gerichtsverwertbares Papier unterschreiben, in dem man bestätigt auch tatsächlich Linkshänder zu sein. Nichtsdestotrotz bin ich aber auch offen für Expertenmeinungen. Also habe ich beides getestet: links und rechts und was soll ich sagen: läuft auf beiden Seiten bescheiden und anfühlen tut es sich auch beidseitig gleich: total ungewohnt. Wenn ich also quasi bei Null starte (oder drunter), kann ich ja gleich alles richtig machen und die laut Fachleuten richtige Seite ausarbeiten. Oder ich mache so weiter wie jetzt: den einen Schläger (Eisen) mit rechts, den anderen (Wedge) mit links. Das sollte die Experten dann final in den Wahnsinn treiben.