Company blog

Ich befürchte, dass ich demnächst beim Vorstand antanzen und was unterschreiben muss. Die Firma will nämlich anfangen zu bloggen und ich kann mir vorstellen, dass ich schriftlich bestätigen muss, dass ich niemals nie einen Kommentar und noch niemals nie’er einen Eintrag verfassen werde. Der Schrieb wird von einem Konsortium der besten Medienanwälte dies- und jenseits der Landesgrenzen aufgesetzt worden sein und wenn ich unterschreibe, werden neben unzähligen Videokameras auch Horden von Notaren und beglaubigten Zeugen zugegen sein. Die Vertragsstrafe dürfte auf neuem Rekordniveau liegen und bei Zuwiderhandlung meinerseits würde das Grundgesetz auf zwielichtem, aber doch noch halblegalem Wege umgangen und eine sofortige Erschießung wäre halbwegs rechtens. Wenn ich das Firmenblog aufriefe, würden in der IT Sirenen kreischen und Warnleuchten erhellten die sonst so düsteren Räume auf  Daimler-Stadion-Flutlichtniveau. Zeitgleich ginge eine SMS, sowie mehrere High-Prio-Emails an den Provider raus, vollautomatisch natürlich, damit man dort vorsorglich die Site schon mal abschalten kann, um Schaden zu verhindern, während das ebenfalls alarmierte Sondereinsatzkommando “Firmen-Blog” der Polizeiwache Ditzingen vor dem Büro Stellung bezöge. Spezialisten mit Online-Kentnissen (Ein Facebook-Account und mindestens zwei Bestellungen bei amazon.de gelten als Nachweis) stünden bereit, um Gegendarstelltungen in den Kommentaren zu posten, bis die Site offline ist. Über die Klimaanlage würde Schlafgas in alle Räume gepumpt und mit Atemmasken ausgerüstete Pitbulls ins Gebäude gelassen…

…naja, vielleicht wirds aber auch gar nicht so schlimm…

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