Mutti, Mutti, er hat gar nicht gebohrt (…schön wärs)

Der erste Zahnarzt meines Lebens war ein Berliner mit einem merkwürdigen Humor und der Auffassung, dass Schmerzen zu einem Zahnarztbesuch gehören wie rote Füße zum Traubenstampfen. Immerhin bei einer Wurzelbehandlung erbarmte er sich und setze eine Betäubung. Der nächste Zahnarzt war da schon besser, er betäubte vorsorglich und in ausreichender Dosis. Dass man dafür für den Rest des Tages nicht mehr zu vernünftiger Konversation und einer Flüssigkeitszufuhr ohne Sabbern fähig war… egal. Hauptsache einigermaßen schmerzfrei. Der dritte Zahnarzt war vor Ort und sofort mein Freund, als er nach einem Check meiner nicht wirklich schönen Zähne zu meinem Erstaunen feststellte, dass eine solide Reinigung schon ausreichend wäre, ansonsten würde das schon passen. Letztes Jahr, ein Tag vor Heilig Abend, kam ich in den Genuss eines weiteren Zahnarztes, der mir eine geschasste Krone wieder aufsetzte und mich mit einem düsteren “Den Rest machen wir nächstes Jahr. Das wird viel Arbeit” in die Feiertage entließ. Morgen dann der nächste Zahnarzt, bzw. erstmal die Dentalhygienikerin, die sich an den Beisserchen auslassen darf. Da wird sich zeigen, ob sie bei den ganzen Schulungen auch schön aufgepasst hat. Danach schaut Cheffe sich das frisch gesäuberte Mundwerk nochmal an und wir planen die weitere Vorgehensweise. Ich rechne mit vielen weiteren Besuchen und einer Unmenge an Kosten. Aber was macht man nicht alles, damit man auch morgen noch kraftvoll zubeissen kann.

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