Runter mit der Wolle

Seit gestern gibt es weitere Lockerungen und eine davon betrifft Frisörinnen und Frisöre: sie dürfen wieder öffnen. Gott sei Dank! Endlich! Das wurde aber auch Zeit! Systemrelevant! Aber sowas von!

Wahrscheinlich wird es auch für die Frisörinnen und Frisöre nicht einfach nach all der Zeit. Es kommen Menschen mit Haaren, die sie weder aus der Ausbildung, noch aus den vielen Jahren Berufserfahrung kennen. Da ist es mit dem üblichen Werkzeug nicht getan. Wahrscheinlich kommt die Stihl Kettensäge zum Einsatz, um den gröbsten Wildwuchs mal wegzufräsen, anschließend mit der Machete die ungefähre Richtung der finalen Frisur vorsäbeln. Im Nebenzimmer füllt der Azubi den Kärcher Dampfstrahler neu mit Haarfärbemittel auf, während das sonore Brummen, des Notstromaggregats im Garten zu hören ist, weil das Stromnetz unter der Last der vielen Trockenhauben zusammenbrechen würde.

Ich werde das vor Ort überprüfen: für Ende Mai habe ich einen Termin bekommen.

Und irgendwann wird man LKWs durch Deutschland fahren sehen, die gewaltige Rollen transportieren. Auf den ersten Blick sieht es aus wie gewaltige Toilettenpapierrollen und man wird sich an die Anfangszeit von Corona erinnern, als es nirgends Klopapier gab. Tatsächlich sind es aber riesige Mengen an Baumwollbahnen, die auf den Anhängern liegen. Und man wundert sich.

Es werden auch viele, sehr viele Tanklaster unterwegs sein, aber in den Tanks werden weder Öl, Benzin, noch Lebensmittel wie Milch oder ähnliches transportiert: Diese Wagen sind prall gefüllt mit flüssigem Wachs.

Das wird die Zeit sein, wenn auch die Intimfrisöre und Waxing-Studios wieder aufmachen dürfen.

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